FFII: Mitschnitte der 21C3 Vorträge nun verfügbar
[ Patentnachrichten | FFII@21C3 | CCC | FFII Berlin-Brandenburg]
Die Mitschnitte der Vorträge zur Softwarepatentierung auf dem Kongress 21C3, der nach Weihnachten 2004 in Berlin stattfand, sind nun im ogg-Format abrufbar.
Beide ogg-Dateien sind etwa 25 MB groß, umfassen etwa einen einstündigen Vortrag und könnnen mit einem Audioplayer, der das Ogg-Format unterstützt, abgespielt werden. Ogg-Dateien sind vergleichbar mit MP3, aber diesem Format überlegen und patentfrei.
120 Tag2 Saal4 11 Uhr Softwarepatente - Rüstzeug zur Debatte (Ogg-Audioaufnahme)
- Der Berliner FFII-Delegationsleiter Christian Cornelssen, unterstützt von anderen anwesenden Referenten des FFII, erklärt die Grundlagen für die Debatte.
- Abstraktum: In dieser Veranstaltung werden wir nicht erklären, warum wir Softwarepatente nicht wünschen - das wisst Ihr auch selber. Vielmehr werden wir der Annahme ausgehend, dass Computerprogramme nicht dem Patentschutz unterliegen sollen, klären, wie man das in wirkungsvolle Argumente umsetzt, insbesondere werden wir ansprechen: Erfindungs- und Technikbegriff, Programmansprüche, warum Datenverarbeitung kein Gebiet der Technik im Sinne des Patentwesens ist. Diese scheinbar trockenen Gebiete werden mit reichhaltigen angenehmen und unangenehmen Erfahrungen auf bundesdeutscher und europäischer praktischer Diskussion gewürzt. Ziel ist es, Euch in Diskussionen mit politischen Vertretern pirouettenfest zu machen.
- Email-Kontakt: ccorn Klammeraffe FFII Punkt org
- Thomas Warwaris (LUG Austria) entwickelt mit ätzendem östereichischem Humor ein unterhaltsames Szenario für den Softwarepatentbusinessplan und berichtet über den internationalen Kontext der Debatte.
- Abstraktum: Wer glaubt Softwarepatente wären das Ende für Freie Software, der irrt. Da Klein- und Mittelbetriebe danach keine vernünftige Möglichkeit mehr haben, Software zu erstellen und zu verkaufen bleibt, Freie Software als letzte Zuflucht. Wir zeigen was passieren kann - und wie proprietäre Softwarehersteller die Zeche für die Patentamtslobby zahlen werden. Der Vortrag beschäftigt sich, nach einer kurzen Einführung, mit einem Worst-Case Szenario: Wir bekommen die "allgemein anerkannte Rechtssprechung" des Europäisches Patentamt. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Gesetze sind Code und Codes sind knackbar - besonders wenn die Firma mit dem "M" mitschreibt. Was passiert, wenn Kreative den Gedanken der Kommission: "Innovation durch Patentierung fördern" konsequent zu Ende denken? Lässt sich das Regime "Softwarepatente" durch Abnutzung zu Fall bringen? Anhand eines Beispiels, konstruiere ich eine Methode, um das Absurde im Patentsystem selbst, zum Geschäftsmodell zu machen. Damit wird ein Geschäftsmodell zur Gegenmaßnahme.
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