Heise spricht von drohendem Enthauptungsschlag im FFII
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Der Heise-Verlag interpretiert die Kandidatur von Jonas Maebe für den FFII Vorsitz als einen Enthauptungsschlag. Von einer Palastrevolte ist die Rede.
Kommentar von Peter Gerwinski
- Die im Artikel wiedergegebenen Meinungsverschiedenheiten sind real und ein Problem, mit dem sich der FFII derzeit befaßt. Die von der "Brüsseler Truppe" sind - genau wie Hartmut Pilch - allesamt gute Leute. Jonas Maebe als auch Hartmut Pilch würden dem FFII auch im Falle einer Wahlniederlage erhalten bleiben. Der Titel "Palastrevolution" erscheint mir unangebracht. Das, was
hier geschieht, ist eine konstruktive Debatte.
Kommentar von Hartmut Pilch hierzu
Sicher ist Jonas ein guter Mann, und ich würde auch weiterhin mit dem FFII zusammenarbeiten. Allerdings solltest du dir und den Lesern nichts vormachen: im Moment wird nicht eine konstruktive Debatte über Inhalte sondern eine Kamapgne gegen meine Person geführt. Hauptargument der Gegenkandidatur ist nicht, dass man neue Pläne gegen mich durchsetzen wolle, sondern dass ich als Person zur Kooperation mit anderen unfähig sei. Wenn man mich dann gleichzeitig als "brillianten Denker" u.dgl. lobt und den Wählern im Verein vormachen will, man könnte meine Arbeitskraft durch irgendwelche Ehrenposten dem Verein erhalten, dann ist das bestenfalls naive Beschwichtigung.
Gleichzeitig solltest du bedenken, dass Jonas keineswegs verspricht, die erdrückende Arbeit zu leisten, die die Verantwortung des Vorsitzenden mit sich bringt. Vielmehr verspricht er sich eine Lösung der Probleme durch bessere Kooperation mit anderen. Personen, die die Lücken ausfüllen, sind aber nicht wirklich in Sicht. Unbestritten ist auch, dass Erik der Initiator war, und dass das ganze vor 1 Monat in einem kleinen Kreise begann und erst kurz vor der Mitgliederversammlung bekannt wurde.
Ich wünschte auch, die Wirklichkeit wäre anders. Journalisten gebrauchen gerne griffige Metaphern und überzeichnen vieles. Aber im vorliegenden Fall sollte man lieber der Wirklichkeit ins Auge sehen, statt sie schön zu reden oder gar sich über ihren Berichterstatter zu beklagen.
Kommentar von Andre Rebentisch
- Die Darstellung von Heise übertreibt. Derzeit gibt es Überlegungen zur Reorganisation des FFII und einer Rollenneuverteilung. Beide Kandidaten sind sich in in Sachen Reformbedarf einig und ihre Positionen sind Spiegelbilder der gleichen Medaille. Denn der FFII ist ein als kleiner deutscher Verein gestartetes Projekt, das inzwischen internationale Bedeutung erlangt hat. Pilch/DE und Maebe/BXL stehen für zwei verschiedene Lösungsansätze. Ich persönlich finde den Vorschlag von Erik nicht überzeugend. Über den nächsten Präsidenten und zahlreiche andere Vorstandsrollen entscheidet die Mitgliederversammlung ganz demokratisch. Alle Kandidaten sind langbewährte Akteure der Debatte. Entscheidend sind aber nicht formale Posten, welche ohnehin immer untergeordnete Bedeutung hatten, sondern die organisatorische Neuordnung.
