Thomas Wels warnt in der Rheinischen Post vom 22.06.2005 vor "Verheerendem aus Brüssel", d.h. mehr Bürokratie, wenn ein Unschärfebereich zwischen reiner Software und technischen Erfindung bleibe:
- Eine brandgefährliche Entwicklung. Es sind die kleinen Softwareschmieden, die Innovationen bringen; es sind die großen und etablierten, die versuchen Monopole zu erlangen. Das ist eine Begleiterscheinung von Marktwirtschaft, weshalb man Kartellämter erfunden hat. Patente zum Schutz von Erfindungen sind wichtig, weil sonst keiner etwas erfinden würde. Aber im Bereich der Software, die täglich aufsetzt auf Altem, kann ein Patent zum Totschläger werden. Nicht für die Konzerne mit ihren Rechtsabteilungen, wohl aber für die Kleinen. Wie bei der Chemikalien-Richtlinie drohen Kollateralschäden im Mittelstand. Es hilft nichts: Jede Richtlinie aus Brüssel muss einen Praxistest durchlaufen. Als Schutz vor nichts ahnenden Theoretikern.
