Entwurf: Arbeit des Europaparlaments von Polit-Spam-Wurm beeiträchtigt
Ein neuer Emailwurm beeinträchtigt auch die Arbeit im Europäischen Parlament. Der Wurm verschickt von infizierten Rechnern Emails mit Verweisen auf Inhalte, die rechtsradikale Politik unterstützen. Besonders problematisch ist der Identitätsdiebstahl durch den Wurm. So wurden auch im Namen einer FFII Emailsanschrift diese Inhalte verbreitet. Im sensiblen Bereich der politischen Arbeit ist ein solcher Wurmangriff besonders fatal.
Illegale Ausnutzung von Sicherheitslücken in der Internetinfrastruktur und der Missbrauch von Identitäten ist für die Arbeit von Parlamentariern und politischen Interessenvertretern in seinem Umfeld besonders problematisch. Jüngst haben traditionelle Massenmailaktionen von einer globalisierungskritischen Initiative gegen Softwarepatente und der PR-Kampagne CampaignforCreativity mit standardisierten Pamphleten das Vertrauen der Parlamentarier in das Medium Email nachhaltig untergraben und die Arbeit der Assistenten der Parlamentarier unnötig erschwert. Der jetzige Emailspamwurm ist im Gegensatz dazu ein kriminelles Unterfangen aus der rechten Schmuddelecke. Der FFII ist genauso betrübt über diese Vorkommnisse wie alle anderen Opfer dieses Angriffes. Opfer haben weder Handhabe gegen den Wurm noch Schuld an den Email-Versendungen in ihrem Namen.
Die Verbreitung dieser Würmer hat viele Ursachen. Neben der kriminellen Energie von denjenigen, welche diese Internetwürmer durch Scheunentore in der IT-Infrastruktur treiben, sind auch jene Ursachen zu beachten, welche diese Lücken geschaffen haben, über die ein Wurm sich mit dem Schneeballsystem verbreiten kann.
Verbreitungsursachen für solche Würmer nach dem Schneeballprinzip gibt es viele
- Das sind zum einen Defizite bei der Wartung von Software.
- Sicherheitspolitik der Hersteller
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Zweifellos fördern Softwaremonokulturen die Ausbreitung schadhaften Codes. Hier findet sich auch eine Verbindung zum Thema Softwarepatente: Softwarepatente untergraben den freien Wettbewerb durch Vergabe künstlicher Monopolrechte an den Erstanmelder.
> b) Verbreitung hat viele Ursachen. Softwaremonokulturen (wie im > Europaparlament) gefährden die Sicherheit der IT-Infrastrukturen, > begünstigen die Ausbreitung derartiger Würmer. > c) Softwarepatente begünstigen solche Softwaremonokulturen, denn sie > riegeln den Wettbewerb ab.
Softwarepatente gefährden auch die Spamabwehr, indem sie den Wettbewerb in der Spamabwehr untergraben. Mit Patenten können sehr allgemeine, breite Problemlösungsverfahren den Wettbewerbern vorenthalten werden, die dann keine besser greifende Lösung mehr entwickeln dürfen. Wenn ein Werkzeug versagt, kann das andere Werkzeug nicht mehr eingreifen. Beispiele für Anti-Spam-Patentanmeldungen finden sich in der Gauss-Datenbank
Der FFII wird sich im Rahmen der Safer Internet Agenda der Kommission und der Softwarepatentrichtlinie weiterhin für ein sichere, freie Informationsinfrastrukturen gemäß seinen Zielen einsetzen. Die EU führt seit Jahren ein unfangreiches Konferenz- und Diskussionsprogramm zum Thema durch. Demnächst wird am 16.6.2005 beispielsweise in Luxemburg wieder über die Thematik diskutiert werden.
